Die pure Lust am Leben
Spätsommer Rüstzeit in Hülsa (29.08 - 02.09.05)
Unter diesem Motto stand die diesjährige Spätsommer-Rüstzeit der Motorradfreunde-Aachen.
Wie eigentlich schon gute alte Tradition, trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück,
diesmal in der OHG der Donnerbergakaserne.
Rührei, Schinken, Brötchen, O-Saft und ein dampfender Topf Kaffee erweckten unsere noch nicht ganz wachen Geister.
Ein kleiner Wermutstropfen, leider konnte unser Ralf nicht an den fahrerischen Tätigkeiten teilnehmen, da er sich mit einem sägezahnbewerten Brotmesser den Daumen, zumindest in erheblichen Teilen, abtranchiert hatte. Sehr glaubwürdig schilderte er uns die Situation. Petra, sein geliebtes Weib, war mit dem Messer unterwegs und wollte Ihm zu Leibe rücken. In einer intuitiven Abwehrhaltung (Ralf riss die Hand hoch und wehrte den Angriff ab), konnte er so Schlimmeres verhindern und stand uns somit wenigstens für die Rüstzeitaktivitäten in Hülsa zur Verfügung.
Wie gewohnt, hatte Ralf am Montag Nachmittag alles für unsere Ankunft vorbereitet. Ein leckerer Kaffe (manche haben allerdings auch gleich mit einem Bierchen begonnen) und ein gutes Stück Kucken standen für uns bereit.
Dann ging's noch ein bisschen hoch her. Unterschiedliche Ansichten zu "fahrdynamischen Tätigkeiten" ließen eine heftig diskutierende Gruppe entstehen. Dies hinderte uns aber nicht, nachdem wir uns ein paar christliche Gedanken gemacht hatten, einen wunderbaren Abend zu verbringen.
Dienstag fuhren wir dann im Rahmen einer "kulturellen" Gruppe nach Eisenach. In unserem Stammkaffee machten wir eine labende und erquickende Pause, um im Anschluss die Wartburg zu besichtigen.
Mittwoch, ein göttlicher Tag! Die kulturelle Gruppe wurde zu einer etwas sportlicheren Gruppe umfunktioniert. Und ich, ich hatte Glück! Meine einsamen Tage auf meiner BMW waren vorbei. Fortan standen unsere entzückenden Damen bei mir Schlange. Mehrere Mädels genossen den dynamischen Fahrstil auf einem bequemen BMW-Sozius. Vor allem das aktive Becken.- u. LWS Training kam gut an. Ich verhehle nicht, das es mir auch Spaß und Freude bereitet hat.
Ach ja, wo waren wir eigentlich? Harald unser Pensionär lotste uns auf den großen Inselberg, mitten im Herzen von Thüringen. Er hatte uns sogar angeboten uns zu führen, leider scheiterte es aber daran, das er den Weg von Hülsa nach Eisenach nicht kannte. Nachdem Ralf also mal wieder die Führung übernommen hatte, kamen wir dann, oben angekommen, endlich zu unserer Thüringer Bratwurst. Die war so gut, das wir an einem Imbiss gleich ein ganzes Paket kauften, um diese dann am Abend auf den Grill zu legen. An dieser Stelle bedanken wir uns bei Harald, der die edlen Teile in Naturdarm gespendet hat und auch bei Stefan der seinen an der Seite seiner BMW angebrachten schwarz lackierten Kühlschrank für den Transport zur Verfügung gestellt hat. Der Rückweg führte uns in herrlichen Kurven und blühenden Landschaften nach Bad Hersfeld. Das beste Eiskaffee am Platze wurde gestürmt und die Bäuche waren voll.
Donnerstag, das göttliche Leben geht weiter. Wir fahren losgelöst von allen Sorgen auf die Wasserkuppe. Kurven und Landschaften fliegen auf uns zu. Ich habe wieder meine Sozia, es geht allen gut. Leider sind noch nicht alle Straßen in Bestzustand. Gabi lief das Wasser bereits aus den Augen. Die Unebenheiten der Straßen taten ein übriges zu dem bereits vorhanden Druckgefühl in der Blasengegend. Aber nichts passiert, die hochgezogenen Höschen blieben trocken (Dies ist eine Anspielung auf die Anweisungen bei der Abfahrt)
Im unteren Bild, sieht man wie sich alle wohl gefühlt haben.
v.l.n.r.
Melanie,
Martina, Reimar, der Autor und Christa
Tja, und dann war's auch schon wieder vorbei. Am Freitag morgen gab's noch ein gutes Frühstück. Nun trennten sich unsere Wege. Unter Dampf stehende Autos begaben sich mit ihren Huckepack-Moppeds auf den Heimweg. Die echten Biker genossen noch mal die Landstraßen. Kurz hinter Olpe brauchte der Eine oder Andere noch ein wenig von dem begehrten Saft, namens Benzin. Stefan deutete meine zweideutigen Zeichen falsch und bog von der Autobahn ab. Aber, mal wieder nichts passiert, die Straßen haben uns entlohnt.
Als letztes Highlight sollte hier erwähnt werden, das wir im Hoch der Benzinkrise für S.... Superbenzin pro Liter 1,489€ berappen durften.
Zum Schluss noch einen herzlichen Dank an unseren Ralf (Jansen). Wie immer war seine Führungsarbeit perfekt! Hierfür lieber Ralf zollen wir Dir ausdrücklich Respekt. Das war einfach super. Bitte bleib dran und beglücke uns weiter.
Und auch dem zweiten Ralf (Zoberbier) hier noch ein ausdrückliches Dankeschön für Deine tolle Betreuung. Trotz Deiner schweren Last eines "abgetrennten" Daumens und den damit verbundenen Schmerzen hast Du uns nicht im Stich gelassen. Gute Besserung und weiter eine glückliche Ehe mit Deiner Petra. Ha Ha
Artikel verfasst am 10.09.05 durch R. Leuthner